NEUERSCHEINUNG: Fälscherpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts - Leben und Wirken von Konstantinos Simonides

23.05.2017

Die getäuschte Wissenschaft
Ein Genie betrügt Europa - Konstantinos Simonides

Andreas E. Müller / Lilia Diamantopoulou / Christian Gastgeber / Athanasia Katsiakiori-Rankl (Hg.)

2017, 332 Seiten mit 54 Abb., gebunden € 50,-- D / € 51,50 A / E 39,99 E-Book
ISBN 978-3-8471-0714-9
Vienna University Press bei V&R unipress

Konstantinos Simonides (1820/1824-1867?) war ein griechischer Fälscher, der nicht nur jahrhundertealte Handschriften abschrieb und nachbildete. Er erfand auch antike Autoren und veröffentlichte deren vermeintliche Werke, in denen er die Griechen das Papier, die Fotografie und sogar das U-Boot erfinden ließ. Wie ein Orkan fuhr er durch die Welt der klassischen Altertumswissenschaften und stellte alles, was darin wohlgeordnet schien, gehörig auf den Kopf. Bis heute stellt sich die Frage: Will die Welt betrogen sein? Die hier versammelten Texte sind der detailreiche wie breit angelegte Versuch einer Gruppe internationaler Forscher, sich diesem und weiteren Aspekten einer faszinierenden Fälschertätigkeit zu stellen und dem Wirken und Leben des Simonides auf die Spur zu kommen.

Die Herausgeber
Prof. Dr. Andreas E. Müller lehrt Byzantinistik an der Universität Wien (Institut für Byzantinistik und Neogräzistik). Mag. Athanasia Katsiakiori-Rankl arbeitet dort als Universitätsassistentin (prae-doc) im Bereich Byzantinistik, Dr. Lilia Diamantopoulou als Universitätsassistentin (post-doc) im Bereich Neogräzistik. PD Dr. Christian Gastgeber ist in der Abteilung Byzanzforschung (IMAFO) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tätig.